Goethe-Gesellschaft Kassel e.V.
Ortsvereinigung der Goethe-Gesellschaft in Weimar
KONTAKT
Dr. Stefan Grosche
Frommershäuser Str. 24b
34127 Kassel
E-MAIL goethe-gesellschaft-kassel(at)web.de
WWW www.goethe-gesellschaft-kassel.org
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Selbstdarstellung
Die Goethe-Gesellschaft Kassel e. V. wurde 1949 gegründet. Sie ist mit rund 600 Mitgliedern die größte selbständige Ortsvereinigung der Internationalen Goethe-Gesellschaft in Weimar. Zu ihrer Zielsetzung gehört die Auseinandersetzung mit Goethe, seiner Dichtung, seinen naturwissenschaftlichen sowie kulturgeschichtlichen Schriften und Studien, seinen menschlichen Begegnungen, seinen Reisen sowie der universalen Bedeutung der deutschen Klassik. Vorträge, Seminare, Exkursionen, Lesungen, Theater-aufführungen, Rezitationen und Ausstellungsbesuche dienen dazu, Zusammenhänge zu erkennen. Die Aufmerksamkeit gilt auch anderen Dichtern der Goethezeit, Persönlichkeiten denen Goethe begegnete, wie auch der Goethe-Rezeption und der zeitgenössischen Dichtung bis ins 20. Jahrhundert.^ oben
Ausstellung
Veranstaltungsprogramm 2013Mai
Dienstag, 14. Mai 2013, 19.30 Uhr
Poetisch-musikalische Festveranstaltung
anläßlich der 1100-Jahrfeier Kassels in Bad Wilhelmshöhe im und in Verbindung mit dem Anthroposophischen Zentrum, Wilhelmshöher Allee 261
AUS STURM UND DRANG ZUM IDEAL.
Lieder und Texte des jungen Goethe
Ensemble Dreiklang, Essen
Andreas Post, Tatjana Dravenau, Corinna Kirchhoff
Wann kommt man dem Gefühl näher, als beim Hören einfacher Lieder voller wahrer Empfindungen? Und kann man sich eine wundersamere Nähe vorstellen, als die zwischen einem großen Dichter und einem ebensolchen Komponisten: wann waren sie sich näher, als bei der Komposition und der Dichtung , obwohl sie sich meistens nicht einmal persönlich kannten? Das Ensemble „DreiKlang“ nähert sich auf seine Weise in Wort und Ton Goethes „Dichtung und Wahrheit“, „Den Leiden des jungen Werther“ und den darin verborgenen Liedern.
Juni
Dienstag, 18. Juni 2013, 19.30 Uhr
Vortrag im Südsaal des AnthroposophischenZentrums, Wilhelmshöher Allee 261
Goethe und die Externsteine.
Rolf Speckner, Hamburg
Während Goethe seine Metamorphosenlehre und seine Farbenlehre für einzigartig hielt, stellte er seine Leistungen als Dichter nicht höher als die anderer. Sein Interesse an der klassischen Mythologie ist bekannt. Auch über die umstrittenen Externsteine hat er ein prägnantes Urteil gefällt. Die Felsengruppe aus Sandstein im Teutoburger Wald weist zahlreiche Spuren menschlicher Nutzung aus verschiedenen Zeiten auf. Seit den ersten wissenschaftlichen Untersuchungen sind das Alter der Felsenstätte und deren Nutzung umstritten. Goethe entdeckt byzantinische Einflüsse im Stil des Reliefs. Er bringt die Entstehung des Werks in den Zusammenhang des Bilderstreits in Konstantinopel. Er vermutet einen geflüchteten Griechischen Bildhauer des 9.Jahrhunderts als Meister des Werks. Dem steht die heutige Kunstgeschichte mit ihrer Datierung ins 12.Jahrhundert, und ihrer Charakteristik des Werks als romanisch ablehnend gegenüber. Rolf Speckner aus Hamburg hat gemeinsam mit Prof. Walter Matthes ein Buch über das Kreuzabnahmerelief der Externsteine veröffentlicht sowie gemeinsam mit dem Fotografen Christian Stamm eines über die Felsengruppe insgesamt. Er möchte zeigen, dass Goethes seelenvoller und zugleich unbestechlicher Blick nicht hinter den Forschungen der Gegenwart zurückbleibt.
Juli
Dienstag, 2. Juli 2013, 19.30 Uhr
Vortrag im Südsaal des Anthroposophischen Zentrums,
Wilhelmshöher Allee 261
Spiegeln und Schweben. Goethes autobiographisches Schreiben
PD Dr. Carsten Rohde, Universität Karlsruhe
Carsten Rohde untersucht nicht nur bekannte Texte wie »Dichtung und Wahrheit« und die »Italienische Reise«. Vielmehr findet sich in Goethes Werk eine Fülle von weiteren autobiographischen und biographischen Schriften: »Sanct Rochus-Fest zu Bingen«, »Tag- und Jahreshefte«, »Winkelmann und sein Jahrhundert« (um nur einige zu nennen). Hinzu kommen berühmte Briefwechsel, umfangreiche Tagebücher und Gespräche. Am Leitfaden von vier großen Epochen seines autobiographischen Schreibens (Symbolisches Dasein - Stellvertretende Lebensläufe - Dichtung und Wahrheit - Wiederholte Spiegelungen) führt Rohde durch dieses Werk und läßt den Leser teilhaben an einer Erzählung, die identisch ist mit der faszinierenden, weil vielschichtigen und kunstvoll inszenierten Geschichte von Goethes lebenslanger Arbeit am Selbst.
August
Dienstag, 27. August 2013, 19.30 Uhr
Vortrag im Südsaal des Anthroposophischen Zentrums, Wilhelmshöher Allee 261
Goethe und die Brüder Grimm: Volksmärchen und Kunstmärchen
Prof. Dr. Holger Ehrhardt, Universität Kassel
September
Donnerstag, 19. September 2013, 19.30 Uhr
Vortrag im Südsaal des Anthroposophischen Zentrums,
Wilhelmshöher Allee 261
Goethe ist für mich ein Naturgeschenk -
Zur Aktualität des Goethe-Verständnisses bei Richard Wagner
Dr. Manfred Osten, Bonn
Nietzsches Einsicht, daß Goethe in der Geschichte der Deutschen ein "Zwischenfall ohne Folgen" sei, gilt nicht für Richard Wagner. Vor allem Goethes Faust-Tragödie gewinnt zentrale Bedeutung für Wagner und sein Konzept des "Musikdramas". Manfred Osten ("Alles veloziferisch oder Goethes Entdeckung der Langsamkeit", Insel-Verlag 2003) wird mit musikalischen Beispielen unter anderem der Wirkmächtigkeit Goethes für Wagners "Ring" und den "Tristan" nachgehen und zeigen, daß Wagners "Musiktheater der Zukunft" nicht denkbar ist ohne Goethe als "Prophet" eines neuen Mythos der Musik.
Mittwoch 25. bis Sonntag 29. September
Fünftägige Reise nach Schloß Oberwiederstedt, Allstedt, Bad Dürrenberg, Weißenfels (Novalis-Gedenkstätten), Leipzig, Merseburg, Lauchstädt (Goethetheater mit Vorstellung), Schulpforta und Naumburg (Dom). Mit vier Übernachtungen.
Ausführliches Programm:
www.goethe-gesellschaft-kassel.org
oder Anforderung per Fax unter 0561-3161702
Leitung: Carola Matthaei
Oktober
Dienstag, 29. Oktober 2013, 19.30 Uhr
Vortrag im Vortragssaal des Naturkundemuseums, Steinweg 2
Verwelkte und vertrocknete Muster – Goethe, Soemmerring und die Anatomie
Dr. Ulrike Enke, Universität Marburg
Im Mittelpunkt des Vortrags steht der Naturforscher Goethe, der sich mit Anatomen wie Justus Christian Loder und Samuel Thomas Soemmerring austauschte, um wie sein „Faust“ zu erforschen, „was die Welt im Innersten zusammenhält“. Die Zergliederungen und Untersuchungen erstreckten sich auf Mensch und Tier und machten auch vor dem Kasseler Elefanten nicht halt. Sowohl der ausgedehnte Briefwechsel mit Soemmerring als auch die Früchte der anatomischen Studien, die in Goethes morphologische Schriften und in das dichterische Werk Eingang gefunden haben, sollen beleuchtet werden.
November
Dienstag, 19. November 2013, 19.30 Uhr
Vortrag im Südsaal des Anthroposophischen Zentrums, Wilhelmshöher Allee 261
Ein lebendiges Bild der Natur. Goethe und die Landschaftsmalerei
Prof. Johannes Grave, Universität Bielefeld
Kaum eine Kunstgattung hat Goethe zeitlebens so stark beschäftigt wie die Landschaftsmalerei. Von den ersten eigenen Zeichenversuchen, über das Studium von Landschaftsgraphiken und -gemälden in verschiedenen Sammlungen bis zum späten Entwurf eines Aufsatzes über die Entwicklung dieser Gattung hat Goethe die Auseinandersetzung mit Landschaftsbildern gesucht. An ihnen versuchte er sich über Fragen zu verständigen, die grundlegender Natur waren. Wie das Verhältnis von Natur und Kunst zu denken ist und was das Wesen des Bildes ausmacht, hat Goethe insbesondere an Landschaftsbildern – seien sie gemalt oder erdichtet – reflektiert. Der Vortrag wird drei Aspekten – Naturtreue, Bildlichkeit und Symbol – näher nachgehen, um abschließend einen Blick auf das komplexe und aufschlussreiche Verhältnis zwischen Goethe und Caspar David Friedrich zu werfen.
Dezember
Freitag, 13. Dezember 2013, 18.00-21.00 Uhr
Vor-Weihnachtsfeier mit Imbiss und literarisch-künstlerischem Programm
im Haus der E.ON, Monteverdistraße 2
(Kostenbeitrag 10 €)
14-tägige fortlaufende Lesungen in der Mundus-Residenz, Wilhelmshöher Allee 319,
Dienstags, 16.00 Uhr: Wilhelm Meisters Lehrjahre
mit Frau Nanna Wirtz
Fon 05609-807 87 85
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